1.-Mai-Feier in Bremgarten

Am 1. Mai versammelten sich rund 60 Personen auf dem Schellenhausplatz in Bremgarten, um gemeinsam den Tag der Arbeit zu begehen. Auch aus unserer Sektion waren einige Mitglieder vor Ort und genossen bei schönstem Frühlingswetter einen engagierten und zugleich gemütlichen Anlass.

In den Reden wurde deutlich, dass der 1. Mai nichts von seiner Aktualität verloren hat. Grossrätin Colette Basler machte sich stark für mehr Investitionen in die Bildung und kritisierte die aktuellen Prioritäten des Kantons. Angesichts guter Finanzlage brauche es jetzt den Mut, in Schulen und Personal zu investieren, statt Steuergeschenke zu verteilen. Auch der Entscheid, den freien Halbtag für das Staatspersonal zu streichen, wurde als falsches Signal gewertet. Es gehe dabei weniger um Stunden als um Wertschätzung.

SP-Grossrat Stefan Dietrich griff diesen Punkt ebenfalls auf und kritisierte, dass der Grosse Rat im Aargau mit diesem Entscheid den 1. Mai faktisch geschwächt habe. Statt den Tag der Arbeit zu stärken, gehe der Kanton damit den entgegengesetzten Weg. Ein politisches Zeichen, das vielen sauer aufstösst.

Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann erinnerte daran, dass soziale Rechte nie selbstverständlich waren, sondern immer erkämpft werden mussten. Sie warnte vor wachsender Ungleichheit und rief zu mehr Solidarität und Zusammenhalt auf.

Neben den politischen Inputs blieb auch Raum für Austausch und Begegnung. Musikalisch begleitet wurde der Anlass von Liedermacherin Beata Bereuter, die für stimmungsvolle Zwischentöne sorgte.

Ein gelungener 1. Mai, der gezeigt hat: Der Einsatz für soziale Gerechtigkeit bleibt zentral: heute mehr denn je.